Presseartikel: 08.04.2009 - Abendblatt: Anfrage zu Absturz

Anfrage zu Absturz

 

LÜNEBURG. Zum Gegenstand einer Anfrage macht die Fraktion der Grünen im Lüneburger Rat die
Notlandung eines Flugzeuges in der vergangenen Woche nahe der Ostumgehung. Gleichzeitig fragen sie nach
der von der Stadt geplanten Erhöhung der Starts und Landungen auf dem Lüneburger Flughafen.

Ein Leichtbauflugzeug mit einem schwedischen Piloten am Steuer war kurz nach dem Start vom Flughafen
Lüneburg abgesackt und wurde nahe der Ortsumgehung notgelandet. Der Pilot kam mit leichten Verletzungen
davon, Anwohner wurden nicht verletzt.

"2002 war bereits eine Maschine im Landeanflug im Gewerbegebiet Stadtkoppel, 20 Meter hinter dem Schulhof
der Waldorfschule, abgestürzt", schreibt Ratsherr Ulrich Blanck in seiner Anfrage zur nächsten Ratssitzung am
30. April.

"Die derzeitigen Pläne der Verwaltung zur Erweiterung der Landebahn und zur Aufstockung der genehmigten
Flugbewegungen werden unter den Anliegern des Flugplatzes sehr kritisch und überwiegend mit Sorge
verfolgt", so Blanck weiter. Im Bürgerforum Kaltenmoor habe Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) laut
Protokoll am 18. März 2009 gesagt, dass "lediglich von 25 Starts an Sonntagen eine Erhöhung auf bis zu 60
diskutiert werde. Gutachterlich würde dieser Erweiterung nichts entgegenstehen".

Blanck fragt die Verwaltung: Wie weit war die Entfernung von der Absturzstelle zum nächsten Gebäude? Auf
welches Gutachten hat sich der Oberbürgermeister bezogen? Warum ist das Gutachten dem Rat bisher nicht
vorgelegt worden? Wie berichtet, hat die Stadt eine Machbarkeitsstudie für die Verlängerung der Flughafen-
Landebahn in Auftrag gegeben.carol

 

Erscheinungsdatum: 08.04.2009

Mit freundlicher Genehmigung des Hamburger Abendblatt.