Presseartikel: 27.05.2011 - Landeszeitung: Man kann sich nicht aufs Glück verlassen / Ereignisse verharmlost

Man kann sich nicht aufs Glück verlassen


Luftnummern sorgen für Diskussionsstoff, LZ vom 24. Mai

Nun ist es schon wieder passiert! Ein Flugunfall am Lüneburger Flugtag und fast ein zweiter, der nur durch Glück verhindert wurde, wie Zuschauer berichteten. Gott sei Dank ist auch diesmal kein Personenschaden zu beklagen. Können der Luftsportverein und Herr Meyer sich immer auf das Glück verlassen? Denn Unfälle gab es in der vergangenen Zeit ja schon mehr als genug. Und bis jetzt sind die Unfälle für die Bürger und zum Beispiel für die Rudolf Steiner Schule, in deren Nähe 2002 eine Cessna abstürzte, sowie für die Piloten immer glimpflich ausgegangen.

Können und möchten Herr Meyer vom LVL und die zuständigen Lüneburger Politiker die Verantwortung übernehmen, wenn das Glück mal nicht mehr zur Stelle ist? Kann man sich ewig auf Glück verlassen? Dieser Sonderlandeplatz im Stadtgebiet, dessen Startbahn direkt in das Stadtzentrum zielt, ist ein Unding. Deshalb sollte der Pachtvertrag auch nicht verlängert werden. Die Fläche könnte die wachsende Stadt Lüneburg gerade in dieser finanziell angespannten Zeit für dringend benötigte Erweiterungen rentierlicher nutzen.

Fred Walter, Lüneburg

 


Ereignisse verharmlost


"Fest der Flieger", LZ vom 23.Mai

Auch wenn der Vorsitzende des Luftsportvereins, Herr Meyer, die aus unserer Sicht teilweise dramatischen Ereignisse anlässlich des Flugplatzfestes aus bekannten Gründen verharmlost und dabei nicht bei der Wahrheit bleibt, es gab nun einmal, von vielen eindeutig beobachtet, einen Flugunfall und einen Beinahe-Unfall mit Gefährdung von Zuschauern.

Es war großes Glück, dass der eine Doppeldecker den Motorausfall nach dem Start noch auf dem Gelände hatte und nicht eine halbe Minute später über dem Wohngebiet.

Die Tatsache, dass die schwere Antonov, am Boden von einer Böe erfasst, seitlich ausbrach und die herumstehenden Zuschauer sich retten mussten, tritt dabei schon fast in den Hintergrund.

Übrigens war es nach unserer Rechnung nun bereits der sechste Flugunfall in wenigen Jahren. Dies müsste jetzt eigentlich auch die letzten Lüneburger Rats- und Kreistagsmitglieder und involvierten Verwaltungsbeamten nachdenklich gemacht haben.

Wir erwarten, dass der Veranstalter die Ereignisse gemäß der Auflagen der Aufsichtsbehörde in Wolfenbüttel weitermeldet.

Dieter Lange,
Klaus Freytag

BI Lüneburg gegen Fluglärm

 

Erscheinungsdatum: 27.05.2011

Mit freundlicher Genehmigung der Landeszeitung Lüneburg.