Presseartikel: 29.01.2009 - Abendblatt: Bürger gründen Initiative gegen neuen Flugplatz

Bürger gründen Initiative gegen neuen Flugplatz

 

LÜNEBURG. Zu einer Bürgerinitiative haben sich die Gegner der Flugplatzerweiterung in Lüneburg zusammen
geschlossen.

Anwohner der Stadtteile Hagen und Kaltenmoor wählten in ihrer ersten Versammlung Dieter Lange aus
Lüneburg zum 1. Vorsitzenden ihres Vereins.

Wie berichtet beabsichtigt die Stadt Lüneburg den Flugplatz an der Zeppelinstraße mit einer asphaltierten Landebahn auszustatten. Zukünftig sollen vermehrt Starts und Landungen möglich sein: "220 Starts und Landungen auch an Sonntagen, das steht uns bevor, wenn wir uns nicht wehren", so Lange.

Betreiber des Flugplatzes ist der Lüneburger Luftsportverein: "Der Verein versucht schon seit 20 Jahren, den Flugbetrieb auszuweiten. Der Katastrophenschutz, der durch den dort stationierten Feuerwehrflieger gewährleistet werden soll, ist nur ein Vorwand", sagt Klaus Freytag, 2. Vorsitzender des neuen Vereins.

Die Verwendung von Steuergeldern für die Landebahn wollen die Anwohner verhindern: "Es geht nur um die egoistischen Interessen einiger Weniger. Dass diese Handvoll Sportflieger von Stadtrat und OB Unterstützung erhalten, können wir nicht verstehen", sagt Lange. Wegen der geplanten Finanzierung des Vorhabens aus Steuermitteln und Fördergeldern hatte auch der Bund der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen im Herbst letzten Jahres eine Anfrage an die Stadt gerichtet.

 

Erscheinungsdatum: 29.01.2009

Mit freundlicher Genehmigung des Hamburger Abendblatt.