Was uns die Hobbyflieger kosten

Der Luftsportverein als reiner Hobbyverein erfährt eine im Landkreis einmalige Unterstützung und Begünstigung, während viele andere kleine Vereine, Einrichtungen und Verbände dringend weitaus geringere Zuschüsse benötigen und nicht erhalten.

Der LVL, von der Größe her eher ein kleinerer Verein im Landkreis, wird bzw. würde durch folgende Maßnahmen ungerechtfertigt begünstigt:

  • Für das fast 20 ha große Gelände wurde über Jahrzehnte keine Pacht vereinbart. Seit 2015 besteht eine Jahrespacht von 15.000 Euro. In Anbetracht des Grundstückswerts unverständlich niedrig!
    Was muss der LVL dafür leisten? Platzpflege und den Tower besetzen. Diese Gegenleistung erbringt er jedoch fast ausschließlich für sich sowie Gäste und geringfügig für das Feuerwehrflugzeug.
    Dafür nimmt er noch Mitgliedsbeiträge, Landegebühren und Geld vom Landkreis ein.

  • Der Hobbyflugplatz würde bei einem Quadratmeterpreis von 100 Euro für die zur Bebauung vorgesehene Teilfläche von etwa 60.000 m² einen Wert von ca. 6,0 Mio. Euro haben.
    Bei einem Zinssatz von 4,0 % müsste die Stadt vom LVL eigentlich mindestens 240.000 Euro Jahrespacht verlangen.

  • Der Stadt Lüneburg, dem Land Niedersachsen und dem Bund entgehen bisher jährliche Gewerbesteuereinnahmen in beträchtlicher Höhe durch die fehlende gewerbliche Nutzung einer Teilfläche des Areals.

  • Wie Herr Oberbürgermeister Mädge unlängst im Rahmen einer Informationsveranstaltung unserer BI am 19.02.2020 bestätigte, besteht eine rege Nachfrage bereits bestehender umliegender Gewerbebetriebe nach Erweiterungsflächen. Kann diese nicht bedient werden, droht die Gefahr, dass Arbeitsplätze auf Sicht abwandern bzw. die Schaffung neuer Arbeitsplätze unterbleibt.

  • Die Hansestadt Lüneburg rechnet gemäß Presseerklärung vom 24.03.2020 mit Kosten für das Bürgerbegehren von rd. 120.000 Euro! Geld, das andere Vereine und ehrenamtliche Organisationen dringend benötigen würden.
      

Der Sonderlandeplatz trägt wegen der geringen wirtschaftlichen Nutzung nicht zum Erhalt des Wirtschaftsstandortes Lüneburg bei und entlastet auch wegen der geringen Pachtzahlung nicht den Steuerzahler.